Klasse Film-Tipp: “Dorfpunks” an die Ostsee
Auf den Spuren der “Dorfpunks” an die Ostsee
Am 23. April startet der Heimatfilm der etwas anderen Art in den Kinos. Eine Location-Tour lohnt sich nicht nur für Cineasten und Fans von Rocko Schamonis Romanvorlage.
Pogo in der Dorfdisco tanzen, Bürger auf dem Marktplatz provozieren und Prügeleien mit Jungbauern – im Jahr 1984 ist der Punk endlich auch an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste angekommen. Am 23. April startet Lars Jessens Verfilmung von Rocko Schamonis Kultroman „Dorfpunks“ in den Kinos. Der Heimatfilm der besonderen Art ist auch eine Liebeserklärung an Schleswig-Holstein. Eine Location-Tour zu den Originalschauplätzen rund um die Hohwachter Bucht lohnt sich nicht nur für Cineasten und Fans der Buchvorlage.

FOTO: Julia von Vietinghoff / Schramm Film
Nach Rocko Schamonis autobiografischem Roman „Dorfpunks“ hat der Kieler Regisseur Lars Jessen an Originalschauplätzen eine Hommage an den Aufbruch in malerischen Bildern inszeniert und mit dem Sound der frühen 80er Jahre unterlegt.
Rocko Schamoni wuchs in Lütjenburg (im Film Schmalenstedt) inmitten der idyllischen Holsteinischen Schweiz und nahe der Ostsee auf. Die Originalschauplätze rund um die Hohwachter Bucht, an denen Lars Jessen die Dorfpunks inszenierte, eignen sich nicht nur für Film- und Buch-Fans für eine Spurensuche. Das ehemalige Fischerdorf Hohwacht lockt mit einem Heckenrosen gesäumten Strand und einer bis zu 20 Meter hohen Steilküste.
Im benachbarten Behrensdorf ist die Diskothek Schröder wie schon zu Rocko Schamonis Jugendzeiten die erste Adresse für „Party und Stimmung“. Direkt am Strand hat der Seepudel eröffnet. In der Ostsee-Dependance des Hamburger Golden Pudel Clubs erfreuen Schamoni und seine Kollegen Heinz Strunk und Jaques Palminger das Publikum hin und wieder mit Studio-Braun-Auftritten.
Das über 800 Jahre alte Lütjenburg ist ein Städtchen wie aus dem Bilderbuch. Besucher können das barocke Rathaus, die St. Michaeliskirche und das ehemalige Färberhaus bewundern, den Bismarckturm besteigen, auf Shopping-Tour gehen oder wie die Dorfpunks auf dem historischen Marktplatz abhängen.
Im Forsthaus Hessenstein bewirtet Peter Marxen, einst Inhaber der legendären Hamburger Jazzkneipe Onkel Pö, seine Gäste mit hervorragender Küche. Im Film heißt der Wirt, der Rocko Schamoni mit seiner Plattensammlung prägte, Paul Mascher und wird von Tatort-Kommissar Axel Prahl gespielt. Der Hessenstein liegt nur 3 Kilometer vom wunderschönen Gut Panker mit seinem über 500 Jahre alten Herrenhaus, Kunstgalerien und der berühmten Trakehner-Zucht entfernt.
Regisseur Lars Jessen („Am Tag, als Bobby Ewing starb“) ist in Kiel aufgewachsen und liebt nicht nur den Norden, sondern ist auch ein glühender Verehrer der frühen Detlev-Buck-Filme. Der hatte seine Heimat Schleswig-Holstein mit Filmen wie „Erst die Arbeit und dann“ und „Karniggels“ ebenso liebevoll wie eigenwillig in Szene gesetzt. Jessen knüpft an diese spezielle Art des Heimatfilms an: „Die Geschichte ist absolut an den Ort gebunden. Dorfpunks ist auch ein Heimatfilm. Die hügelige Endmoränenlandschaft, die Nähe zur seichten Ostsee, die Wälder und Wiesen – all das beschreibt Rocko Schamoni in der Romanvorlage mit großer Empathie. Wir haben darauf geachtet, dass diese recht unverstellte Liebe zur heimatlichen Scholle auch im Film zum Ausdruck kommt.“
Adressen – hier geht’s zu den Dorfpunks
Gasthaus & Diskothek Schröder
Ringstraße 3
24321 Behrensdorf (Ostsee)
Telefon: 04381-414102
Telefon: 04381-414103
info@tanz-huus.de
Seepudel
Strandstrasse
24321 Behrensdorf
Forsthaus Hessenstein
Peter Marxen
24321 Panker
Tischreservierungen unter: 04381-9416
Hohwachter Bucht Touristik GmbH
Berliner Platz 1
24321 Hohwacht
Tel. 0 43 81 /90 55-0
Tourist – Information Lütjenburg
Markt 4
24321 Lütjenburg
Tel.: 0 43 81/41 99 41
Quelle: TASH
